Neuigkeiten aus dem Einsatz, 9. – 20. Februar: 247 Menschen gerettet und an einen sicheren Ort gebracht

DATUM

Am 27. Januar wurde die Ocean Viking nach einer weiteren Inspektion in Trapani, Sizilien, wieder freigelassen. Alle Mängel, die Anfang des Monats zur Festsetzung führten, wurden behoben. Am 9. Februar brach sie ins zentrale Mittelmeer auf, wo ihre Crew am Wochenende des 12. und 13. Februars und am Montag, 14. Februar, innerhalb von weniger als 36 Stunden in fünf Einsätzen 247 rettete.

Während sich das Wetter verschlechterte und viele der Überlebenden seekrank wurden, mussten sie mehrere Tage auf die Zuweisung eines sicheren Hafens warten. Am Freitag, 18. Februar wurde der Ocean Viking endlich Pozzallo in Sizilien als sicherer Ort zugewiesen und am Tag darauf konnten unbegleitete Minderjährige und medizinische Fälle die Ocean Viking verlassen. 201 Menschen, darunter ein 5 Monate altes Baby, mussten eine weitere Nacht an Bord verbringen und konnten am Tag darauf an Land gehen.

 


Zuletzt aktualisiert am 20.02.2022 um 12:30 Uhr

Chronologie

20. Februar: Auch die 201 an Bord verbliebenen Geretteten konnten an Land gehen.

 
19. Februar: Als erstes können unbegleitete Minderjährige und medizinische Fälle die Ocean Viking in Pozzallo verlassen. Bis am Abend können 46 Gerettete das Schiff verlassen. 201 Menschen, darunter ein 5 Monate altes Baby, müssen eine weitere Nacht an Bord verbringen.
18. Februar am Abend: Der Ocean Viking wurde Pozzallo als sicherer Hafen für die 247 Überlebenden zugewiesen. Diese Frauen, Kinder & Männer versuchten, im Winter das Meer zu überqueren, weil sie „keinen anderen Ausweg hatten“, wie viele unserer Crew erzählten. Ihre Rettung ist bald abgeschlossen.
18. Februar: Michele Angoni, Such- und Rettungskoordinator auf der Ocean Viking, in unserer Medienmitteilung: „Das Fehlen einer Koordinierung von Such- und Rettungseinsätzen sowie eines vorhersehbaren Ausschiffungsmechanismus gefährdet seit mehreren Jahren das Leben und die Gesundheit Geretteter. Dies kann nicht länger die Norm sein. Ein Schiff ist kein Ort, an dem Überlebende auf Dauer bleiben können. Wir brauchen einen sicheren Hafen, an dem Männer, Frauen und Kinder ohne weitere Verzögerung von Bord gehen können.”
17. Februar: 247 Gerettete warten immer noch auf einen sicheren Hafen. Dies obwohl bereits vier Anfragen an die zuständigen Seebehörden gesendet wurden. Einige erzählten uns, warum sie ihr Leben riskierten, um der libyschen Hölle zu entkommen:
“Ich habe mein Land mit meiner Schwester verlassen. Sie blieb im Sudan und hat mir einen Ring mitgegeben, der mich schützen soll. Ich habe sechs Monate im Gefängnis in Libyen verbracht. Nachdem ich gesehen habe, was sie den Frauen dort antun, bin ich froh, dass meine Schwester zurückgeblieben ist. Ich habe die Schreie der Frauen gehört.”
Jemal*, 16, aus Eritrea
“Ich habe den Senegal vor 10 Jahren verlassen, um in Libyen zu arbeiten. Ich war 10 Mal im Gefängnis. Die Wachen und Polizei schlugen mich. Als ich einmal versuchte zu fliehen, schossen sie mir ins Bein. Ich habe Narben auf dem ganzen Rücken, sie haben mich verbrannt und immer wieder geschlagen.”
Amath*, 19
16. Februar: Das Wetter im zentralen Mittelmeer verschlechtert sich. Bei vier Meter hohen Wellen, Regen und bis zu 30 Knoten Wind wartet die #OceanViking auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Die meisten der 247 Geretteten an Bord sind seekrank und werden von unseren Teams und dem der IFRC betreut.
14. Februar: Unsere Crew führte in internationalen Gewässern innerhalb der libyschen Such- und Rettungszone eine fünfte Rettung durch. 19 Menschen, darunter 2 Frauen und 3 unbegleitete Minderjährige, wurden sicher aus einem Glasfaserboot geborgen, das bei mehr als 1 Meter hohen Wellen in Seenot geraten war.
13. Februar: Am Morgen entdeckte die Colibri 2 von Pilotes Volontaires in internationalen Gewässern innerhalb der maltesischen Such- und Rettungszone ein in Seenot geratenes Glasfaserboot. Unser Team konnte alle 25 Personen, die sich an Bord befanden, retten.
Am frühen Morgen entdeckte die Crew auf der Ocean Viking in der maltesischen Such- und Rettungszone ein kleines Holzboot in Seenot, in das Wasser zu laufen drohte. 22 Personen, darunter sechs Minderjährige, wurden sicher an Bord gebracht.
Nacht auf den 13. Februar: In der Nacht rettete die Crew auf der OceanViking 88 Menschen – darunter ein Baby und 27 unbegleitete Minderjährige – aus einem überfüllten Holzboot, das in der libyschen Such- und Rettungszone in Seenot geraten war. Der Notruf erfolgte über Alarm Phone und ein EU-Flugzeug sendete zwei Mayday-Relais.
 

12. Februar: Am Nachmittag rettet die Crew auf der Ocean Viking in der maltesischen Such- und Rettungszone 93 Menschen aus einem überfüllten Holzboot in Seenot. Unter ihnen befinden sich 16 unbegleitete Minderjährige. Alle wurden sicher an Bord gebracht und werden nun von der IFRC und SOS MEDITERRANEE betreut.

27. Januar: Die Ocean Viking wurde nach einer weiteren Hafenstaatkontrolle in Trapani freigelassen. Alle Mängel, die Anfang des Monats zur Festsetzung führten, wurden behoben.

 


Weitere Informationen zu unserem Einsatz findet ihr bei Twitter oder auf unserem Online-Logbuch. Über unseren Newsletter erhaltet ihr regelmässig Neuigkeiten zu unserer lebensrettenden Arbeit im zentralen Mittelmeer.

Foto- und Videonachweise: Claire Juchat / SOS MEDITERRANEE und Ioannis Skenderoglou / SOS MEDITERRANEE

*Namen geändert

Letzte
News