Bahnhofsplatz, Bern

FOTOAUSSTELLUNG

Nach Monaten eingeschränkter Aktivitäten an Land aufgrund von Covid-19 freuen wir uns besonders, vom 6. bis 15. Juni auf dem Bahnhofsplatz in Bern unsere Fotoausstellung zeigen zu dürfen. Die Ausstellung zeigt Bilder, die zwischen 2016 und 2018 von Fotografen an Bord des Rettungsschiffs Aquarius aufgenommen wurden. Sie versuchen, den Überlebenden der Seenot ein Gesicht zu geben und die Schwierigkeiten der Meeresüberquerung, sowie der Seenotrettung zu zeigen. Über 31’000 Menschen konnten mit der Aquarius und der Ocean Viking gerettet werden.

Diese Ausstellung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Aktionen im Rahmen des Projekts „Beim Namen Nennen – 38.739 Opfer der Festung Europa“, das von der Offenen Kirche Bern organisiert wird.

Am Montag, 8. Juni, um 13.30 Uhr findet auf dem Bahnhofsplatz ein Medienapréro statt. Vor Ort sein werden:

  • Alec von Graffenried, Stadtpräsident Bern
  • Eva Ostendarp, Leiterin Deutschschweiz, SOS MEDITERRANEE Schweiz
  • Claire Juchat, Verantwortliche Zivilgesellschaftliches Engagement, SOS MEDITERRANEE Schweiz
  • Andreas Nufer, Pfarrer Heiliggeistkirche, Projektleiter offene kirche bern (Moderation)

Während sich die Lage im Mittelmeer zusehends verschlechtert, ist es von entscheidender Bedeutung, über den aktuellen Migrationskontext im zentralen Mittelmeer zu berichten und den Flüchtenden und Überlebenden der Seenot ein Gesicht zu geben.  «Die Ausweitung der tödlichen Blackbox im Mittelmeer, in dem Menschen spurlos verschwinden, ist nicht hinnehmbar. Es besteht ein kollektiver Notstand, in dem die EU-Länder Solidarität praktizieren müssen. Auch in diesem Sommer dürfen Tod und Unmenschlichkeit im Mittelmeer nicht vorherrschen», erklärt Caroline Abu Sa’da Geschäftsführerin von SOS MEDITERRANEE Schweiz.

«Mir ist wichtig: ‹Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.› (Molière). Wir dürfen uns nicht abwenden, denn wir sind verantwortlich für das Schicksal der Menschen auf der Flucht, im Mittelmeer und anderswo.» fügt Alec von Graffenried, Berner Stadtpräsident, hinzu.

Im live online Podium am 17. Juni um 20 Uhr auf www.beimnamennennen.ch wird über die Situation im Mittelmeer sowie an den europäischen Aussengrenzen diskutiert. Mit dabei sind:

  • Hasan Hawar, hat die Flucht über das Mittelmeer und die Balkanroute selbst erlebt
  • Mattea Meyer, SP-Nationalrätin Zürich
  • Till Rummenhohl, ehemaliges Rettungsteammitglied von SOS MEDITERRANEE
  • Karla, Sprecherin von UNITED against Refugee Deaths

Vom 24. Juni bis zum 4. Juli wird die Ausstellung auf der der Terrasse der Peterskapelle in Luzern zu sehen sein. Die Ausstellung wird am 24. Juni um 18 Uhr durch eine Vernissage in der Peterskappelle eröffnet.

Herzlichen Dank an Isabelle Descombes, die Stadt Bern, die offene Kirche Bern und an alle Personen, die dieses Projekt ermöglicht haben.