In der Nacht des 1. Juni 2018 führte die Aquarius mehrere schwierige Rettungsaktionen durch.
STILL AT SEA #4
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In der Nacht des 1. Juni 2018 führte die Aquarius mehrere schwierige Rettungsaktionen durch.
Im Rahmen mehrerer Rettungseinsätze evakuiert die Aquarius 630 Menschen.
An Bord befinden sich unbegleitete Minderjährige und schwangere Frauen. Der Zugang zu italienischen und maltesischen Häfen wird verweigert. Das Schiff bleibt auf See.
Zwischen den europäischen Staaten kommt es zu einer öffentlichen politischen und diplomatischen Konfrontation.
Tage vergehen. Die Bedingungen an Bord verschlechtern sich. Bei zunehmend schlechtem Wetter erhält die Aquarius die Anweisung, mehr als 1.500 km nach Valencia, Spanien, zu fahren, um dort die Menschen an Land zu bringen.
Das internationale Seerecht schreibt die unverzügliche Ausschiffung an einem sicheren Ort vor. Ein Rettungseinsatz gilt erst als abgeschlossen, wenn die Menschen einen sicheren Hafen erreicht haben. In diesem Fall wurden die Überlebenden an Bord gebracht, mussten aber auf See warten.
Eine neue Praxis entsteht: Standoffs auf See.
Still at Sea greift zentrale Jahrestage auf, die die Rettung im zentralen Mittelmeer im vergangenen Jahrzehnt geprägt haben.
Jeder Illustrationsbeitrag widmet sich einem bestimmten Moment, um daran zu erinnern, dass die Tode Schutzsuchender nicht unvermeidlich sind.
Sie sind Folge bewusster Entscheidungen.
Dieser vierte wurde von Caroline Nasica kreiert.
Diese Jahrestage zeigen, wie die heutige Realität auf dem Mittelmeer entstanden ist.
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